Die Lagerung der Patientin während der Hysteroskopie erfolgt in Steinschnittlage mithilfe von Beinhaltern. Dabei liegt die Patientin auf dem Rücken, und ihre Beine werden in den Hüftgelenken ungefähr um 90° gebeugt. Die Knie sind ebenfalls stark angewinkelt. Die Unterschenkel werden auf den Beinhaltern so positioniert, dass die Beine leicht voneinander gespreizt sind. Diese Anordnung ermöglicht einen optimalen Zugang zum vaginalen und uterinen Bereich für den Eingriff
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Lagerung
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Nakroseuntersuchung
Nach der Lagerung erfolgt die Katheterisierung der Harnblase, um eine Blasenentleerung sicherzustellen. Anschließend wird eine Spekulumuntersuchung durchgeführt, um die Zervix sichtbar zu machen. Zudem erfolgt eine bimanuelle sowie rektovaginale Untersuchung, um die anatomischen Gegebenheiten des Beckens zu beurteilen und mögliche Infiltrationen festzustellen.
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PAP-Abstrich
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Kolposkopie mit Essigprobe und Schiller’scher Jodprobe
Die Kolposkopie erfolgt mit der Applikation von Essigsäure auf die Zervix, um auffällige Zellveränderungen besser sichtbar zu machen. Bei der Essigprobe kommt es zu einer reversiblen Proteindenaturierung in dysplastischen oder neoplastischen Epithelzellen, wodurch diese weißlich erscheinen (sogenannte Essigweiß-Färbung). Diese Reaktion tritt insbesondere bei high-grade Dysplasien auf und erleichtert die Identifikation pathologischer Areale.
Zusätzlich wird die Schiller’sche Jodprobe durchgeführt, bei der eine Jodlösung auf die Zervix aufgetragen wird. Gesunde Zellen, die Glykogen enthalten, färben sich braun, während pathologisch veränderte oder glykogenarme Areale farblos (oder gelb) bleiben. Insbesondere dysplastisches Gewebe, HPV-induzierte Läsionen oder Karzinomvorstufen erscheinen jodnegativ und können somit genauer lokalisiert werden.
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Konisation
Die Konisation erfolgt in der Regel mittels einer LEEP-Schlinge (Loop Electrosurgical Excision Procedure). Dabei wird eine elektrisch beheizte Drahtschlinge verwendet, um ein kegelförmiges Gewebestück aus der Zervix präzise zu entfernen. Die LEEP-Schlinge wird unter kontinuierlicher elektrischer Spannung durch das Gewebe geführt, wodurch eine simultane Gewebeentnahme und Blutstillung erreicht wird. Die Exzision erfolgt in einer kontrollierten Bewegung, um einen gleichmäßigen Schnitt zu gewährleisten. Nach dem Absetzen des Konisats wird das entnommene Gewebe mit einem Fäden markiert, um die Orientierung für die histopathologische Untersuchung zu erleichtern. Bei Notwendigkeit erfolgt noch eine Nachresektion.
Nach der Gewebeentnahme wird der Konisationskrater mittels Thermokoagulation behandelt, um eine aus
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